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Startarten



Um ein Segelflugzeug in die Luft zu bekommen gibt es verschiedene Möglichkeiten.

 

In den Anfängen des Segelfluges war der Gummiseilstart jene Startart, mit der die Segelflugzeuge in die Luft gebracht wurden. Heute ist es eher die Nostalgie, die einen dazu bewegt, diese Startart durchzuführen.

Doch wie funktioniert diese Startart?

Das Segelflugzeug wird am Schlepphacken oder der Schwerpunktkupplung mit einem Vorseil, welches an einem Gummiseil (Bungee-Jump-Seil) befestigt ist, verbunden. Am anderen Ende des etwa 50 Meter langen Gummiseiles befindet sich ein V- oder Y-förmiges, unelastisches Auszugseil von je ca. 20 Metern Länge. An den jeweiligen Seilenden des Auszugseiles positioniert sich eine ca. 8 - 10-köpfige Startmannschaft („Gummihunde“), welche so das Gummiseil zunächst im Schritttempo, dann mit Schwung im Laufschritt ausziehen bzw. straffen.

Damit das Segelflugzeug nicht schon beim Ausziehen des Seiles mitgezogen wird, wird am Flugzeugseitigen Ende des Gummiseiles ein Kupplungsseilstück befestigt, welches an einer im Boden verankerten Kupplung („Startfalle“) eingeklinkt wird.

Diese Startfalle wird über ein Auslöseseil vom Startmeister betätigt, sobald die Gummihunde das Gummiseil ausgezogen haben, und dieser gibt das Segelflugzeug frei.

Unsere Hauptstartart ist der Windenstart. Unsere 300 PS starke Winde zieht das Segelflugzeug mit einem über 1000 Meter langen Stahlseil auf ca. 300 bis 400 Metern Höhe.

Die Vorteile mit der Winde zu Starten liegen darin einerseits kostengünstig starten zu können, aber auch speziell in der Schulung eine hohe Startfrequenz zu erzielen.

Beim Flugzeugschleppstart, kurz F-Schlepp, liegt der Vorteil darin vom Motorflugzeug bereits zu Thermikbeginn zu den Aufwinden geschleppt werden zu können.

Eine Startart die deshalb vor allem von den Streckenflugpiloten genützt wird, da sie doch gut 2 Stunden früher starten können.

Der Eigenstart mit Hilfsmotor (HM-Start) ermöglicht einen Flug ohne Hilfsmannschaft.

Ein in den Rumpf einklappbarer Propeller ermöglicht es selbstständig zu starten. Ist der Aufwind erreicht, klappt der Pilot den Propeller in den Rumpf des Segelflugzeuges ein. Da mit Hilfe des Motors auch Außenlandungen vermieden werden können, werden „Eigenstarter“ gerne für Wanderflüge eingesetzt.