In den Anfängen des Segelfluges war der Gummiseilstart jene Startart, mit der die Segelflugzeuge in die Luft gebracht wurden. Heute ist es eher die Nostalgie, die einen dazu bewegt, diese Startart durchzuführen.
Doch wie funktioniert diese Startart?
Das Segelflugzeug wird am Schlepphacken oder der Schwerpunktkupplung mit einem Vorseil, welches an einem Gummiseil (Bungee-Jump-Seil) befestigt ist, verbunden. Am anderen Ende des etwa 50 Meter langen Gummiseiles befindet sich ein V- oder Y-förmiges, unelastisches Auszugseil von je ca. 20 Metern Länge. An den jeweiligen Seilenden des Auszugseiles positioniert sich eine ca. 8 - 10-köpfige Startmannschaft („Gummihunde“), welche so das Gummiseil zunächst im Schritttempo, dann mit Schwung im Laufschritt ausziehen bzw. straffen.
Damit das Segelflugzeug nicht schon beim Ausziehen des Seiles mitgezogen wird, wird am Flugzeugseitigen Ende des Gummiseiles ein Kupplungsseilstück befestigt, welches an einer im Boden verankerten Kupplung („Startfalle“) eingeklinkt wird.
Diese Startfalle wird über ein Auslöseseil vom Startmeister betätigt, sobald die Gummihunde das Gummiseil ausgezogen haben, und dieser gibt das Segelflugzeug frei.