Tag 3. Da der Alptherm gute bis sehr gute Thermik versprach, machte ich mich gleich nach dem Frühstück auf den Weg zum Flugplatz, in der Hoffnung, einer der ersten zu sein. Leider habe ich mich zu früh gefreut. Bereits um 9 Uhr war die Startstelle voll mit Flugzeugen. Da es nur 2 Schleppmaschinen gab, ging alles langsam voran. Um halb 12 stand ich dann endlich zum abheben bereit auf der Piste. Die Aigner Grob G-109 schleppte mich dann etwa 1000m hoch nach Süden. Es kostete mich einige zeit mich hochzuarbeiten, da die Aufwinde noch schwach waren. Gleich machte ich mich auf den Weg Richtung Zell am See. Die Bärte waren noch dünn gesät und deswegen hatte ich bis Zell nur eine Schnittgeschwindigkeit von ca. 50 km/h. Südöstlich von LOWZ wendete ich dann und folgte den nun dick gewordenen Wolken, die mir den Weiterflug nach Mauterndorf ermöglicht hatten. Von nun an ging es auf der Südseite des Alpenhauptkammes weiter. Die Aufwinde wurden immer stärker und verhalfen mir zu einer nun tolerierbaren Schnittgeschwindigkeit. Vorbei an Trieben ging es weiter Richtung Eisenerz und dann bis kurz vor Mariazell. Da dort schon einige Regenschauer waren, musste ich umdrehen und erneut nach Westen fliegen. Mit aller Ruhe flog ich dann noch mal bis St. Johann im Pongau. Der weg dorthin war einfach, da viele dicke Wolken am Himmel standen und Gute Steigwerte mit sich brachten. Nach 5:50 Flugzeit und einer Strecke von ca. 515 km landete ich glücklich in Aigen. |