Fliegerlager Hosin 2007

Auch heuer war, wie schon in den vergangenen 9 Jahren, das Fliegerlager in Hosin ein Fixpunkt in unserem Vereinsleben.
35 Piloten meldeten sich zu einigen lockeren Flugtagen an, wobei sie nicht wissen konnten, dass sie auf Grund der guten Bedingungen Stunde um Stunde fliegen mußten.
Fred und Ossi machten sich bereits am 6. auf den Weg, um Hosin und seine Umgebung auf die Ankunft der FZT Truppe vor zu bereiten.
Nachdem unter dem Kommando von Barny und Franz die restlichen Flieger abgebaut und in die Hänger verladen waren, das benötigte Material verteilt war, ging die Reise am 10. los.
Peter flog den Twin nach Hosin, Anich Hans und Neier Egmont folgten mit der Dimona, nur Willi Rofner und Andy Wiesbauer hatten eigene Vorstellungen vom Überstellflug nach Tschechien. Auf Grund ihrer jugendlichen Konstitution teilten sie die Flustrecke in drei Etappen. 1. Strecke: Lowi - Straubing. Dort Regenerationsphase am Trachtenfest. 2. Strecke: Straubing - Wels, kein Fest, daher nur kurzer Stopp.
Dann Nonstopp Wels - LKHS, wo die zwei Reisenden herzlich begrüsst wurden
Am Samstag ging es dann zur Sache. Zuerst Begrüssung durch unsere Hosiner Fliegerfreunde Igor, Ludec und Vaclav.
Dann Briefing wie üblich: Lufträume, Wetter und Fliegereinteilung.
Vaclav erklärt uns die Vorhaben der Tschechischen Luftwaffe
Heuer war es ein Vergnügen, das Briefing zu gestalten. Alle Piloten waren immer pünktlich da, auch die Youngster nach noch so schweren Nächten, bei der Fliegervergabe herrschte ein kameradschaftliches Verhältnis und meist war ein Teil der Flieger schon vorher aufgebaut.
Hier einige Eindrücke vom Flugbetrieb.
Wie es sich für einen intellektuell hochstehenden Verein gehört, kam auch die Kultur nicht zu kurz. Ausflüge nach Trebon und Krumlov standen am Programm. Besonders in Krumlov wurde die Polizei auf ihre Einsatzbereitschaft getestet und für gut befunden
Doch wieder zurück zum Fliegen. Die Basis war oft auf 2000m NN, an zwei Tagen sogar auf 3000m. Diese Tage mußten wir nützen. Barny flog mit Busec Josef 400km, mir war eine 3oo km Strecke mit 100Km/h Schnitt gegönnt und viele von uns konnten ihren Radius beträchtlich erweitern.
Angerer Hubert und Pichl Wolfi stiegen auf den Twin um, Wolfi machte noch den Ventus dazu, Floh Sandra, in Tschechien "BLECHOVA" genannt, fliegt nun auch DUO und einige verbesserten sich fliegerisch gewaltig.
Am 17. wurde unser 10 Jahre Hosin Jubiläum gefeiert. Unsere tschechischen Fliegerfreunde warfen den Grill an, das Salatbuffet stand unter der Leitung von Lenka und das Bier war gut gekühlt.
Der Bürgermeister von Hosin war ebenso zu Gast, wie der Präsident des Aeroclub Hosin. Auch die örtliche Presse war vertreten.
Nach einigen Ansprachen und einer Kussorgie unseres Obmannes wurde der Grill und die Bierausschank geplündert.
Das Festes wurde bei Countrymusik im Flughafenrestaurant mit Wirtin Jitka bis ..... Uhr fortgesetzt. Alle wichtigen Themen für eine neue Weltordnung wurden intensiv diskutiert (russische Kindheit von Vaclav u.s.w.)
Doch am Morgen wieder das übliche Hosinwetter. Vormittags zögerlicher Thermikbeginn, aber ab Mittag Thermik bis zum Anschlag.
Vaclav, Chefcontroller von Hosin, wollte seinen Luftraum von oben überwachen. Gesagt, getan, der Luftraum von Dobersberg bis Pisek war in Ordnung.
Unsere Nachwuchshoffnungen verbrachten die tschechischen Nächte, wie es bei VIP'S so üblich ist, unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Nur wenige Schnappschüsse konnte ein findiger Reporter bekommen.
Als technische Sensation kann man die revolutionere Neuentwicklung im F-Schlepp bezeichnen. Unser Schlepppliot Franz Angermann entwickete in Zusammenarbeit mit talentierten Segelflugpiloten den Schleppstangenschlepp.
Dabei wird die Schleppmaschine über eine aus hochfesten Karbonfasern hergestellte Stange mit dem Segelflugzeug verbunden. Siehe Abb.1.
Die Vorteile: Kein Bruch des Schleppseiles, Nachfliegen wird enorm erleichtert.
Wie jeder Trainigslehre zu entnehmen ist , muß neben praktischen Trainingseinheiten auch die Verpflegung der Athleten stimmen.
Unser Cheftrainer Peter übernahm meist die Lokalauswahl samt Reservierung.
Hier einige Eindrücke verschiedener Lokalitäten.
Dominik freut sich über seinen ersten Streckenflug
Nicht nur bei der Tour de France wird gedopt!!!! Zur Regeneration werden Flüge im Jean 7594 mit Sauerstoff verordnet.
Auch die besten Flugtage gehen zu Ende. Hier das File von Peters Heimflug mit dem Twin
Soweit einige Eindrücke vom Fliegerlager Hosin 2007.
Noch einige Zahlen: Wir machten an 15 Flugtagen 256 F-Schlepp's und waren 303Std. in der Luft. Eine Steigerung von 34Std. gegenüber dem Vorjahr, jedoch mit weniger Piloten.
Am meisten flog Pichl Wolfi mit 31 Std., gefolgt von Neurauter 26 Std., Staud 24 Std., Haider 23 Std., und Floh 20Std.
So wie heuer die 2 Wochen gelaufen sind, freue ich mich schon auf das Fliegerlager 2008. Das gute Wetter ist schon wieder bestellt.
Staud Ossi
PS: Ich habe jede Menge Fotos von den Teilnehmern gesammelt und werde eine CD mit den Fotos zum kopieren brennen.
