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THEORIE

Das nötige Wissen in den Fächern

    • Luftrecht und ATC Verfahren
    • Allgemeine Luftfahrzeugkunde
    • Flugleistung und Flugplanung
    • Menschliches Leistungsvermögen
    • Meteorologie
    • Navigation
    • Betriebliche Verfahren
    • Aerodynamik

wird im Schulungsraum des Flugsportzentrum Tirol in Wochenendkursen durch unsere Fluglehrer vermittelt.
Auf den ersten Blick erscheint das zu bewältigende Theoriepensum sehr hoch. Aufgrund eines fixen Fragenkatalogs bei der theoretischen Prüfung ist das Ganze aber halb so schlimm und nicht schwieriger als die Vorbereitung auf die Führerscheinprüfung.

Natürlich muss man einige Dinge lernen, die in der späteren Flugpraxis kaum mehr eine Rolle spielen. Die meisten Dinge sind aber sehr interessant und können in der Flugpraxis verwendet werden oder sorgen für das nötige Verständnis der Zusammenhänge.

PRAXIS

Der Praxisunterricht auf einer zweisitzigen Katana DA20 wird zum Großteil im Bereich des Flughafens Innsbruck durchgeführt. Hier werden Starts und Landungen trainiert. Gerade die sichere Beherrschung der Landung ist Voraussetzung für spätere Alleinflüge. Natürlich werden auch Überlandflüge zu anderen Flugplätzen, Fliegen im Gebirge, Navigationsflüge und Notverfahren geübt.
Bis zum ersten Alleinflug wird ein durchschnittlich begabter Flugschüler rund 25 bis 35 Flugstunden und 120 bis 200 Landungen benötigen. Diese werden vorwiegend als "touch and go", also Lande- und Durchstartemanöver, trainiert. 
Wenn der Cheffluglehrer mit dem Trainingsstand zufrieden ist, erfolgen die ersten Alleinstarts.
Den Abschluss der praktischen Ausbildung bildet ein Solo- Dreiecksflug, zum Beispiel von Innsbruck nach Zell am See mit Landung am dortigen Flugplatz, Weiterflug nach Salzburg mit Landung und Rückkehr zum Flughafen Innsbruck. Dieser Flug wird bereits während der Ausbildung einmal mit einem Fluglehrer durchgeführt.

Nach Bestehen der theoretischen Prüfung kann dann die praktische Prüfung abgelegt werden. Nach einer Gesamtzeit von mindestens 45 Fluggstunden, davon 10 Stunden im Alleinflug, ist die Ausbildung abgeschlossen und Austro Control stellt eine Private Pilot Licenze (PPL) mit Klassenberechtigung für einmotorige, Kolbenmotor- betriebene Flugzeuge aus (Single Engine Piston, kurz SEP)

KOSTEN

Ohne Geld, koa Musi. Das gilt auch für die Fliegerei.

Trotzdem ist der Schein auch für "Normalsterbliche" durchaus bezahlbar.

Mit 45 Flugstunden, den Landegebühren, den Kosten für Theorieunterricht, Lernunterlagen und allen Nebenkosten wie Prüfungsgebühren, Medizinische Untersuchung (Medical) und Mitgliedsbeitrag im Verein samt Aufnahmegebühr etc. muss mit einem Betrag von rund 9400 Euro gerechnet werden. Eine genauere Auflistung gibts hier -->>

Der Aufwand für Flugstunden und Landegebühren kann sich nach oben verändern, wenn der Schüler mehr als die vorgeschriebenen Mindeststunden für das sichere Berherrschen des Flugzeuges benötigt. Das ist kein Beinbruch, im Sinne der Sicherheit aber manchmal erforderlich.

Zum Erhalt des Scheines sind pro Jahr mindestens 12 Flugstunden nötig. Inkl. des Jahresbeitrages für die Mitgliedschaft im Verein müssen dafür also Fixkosten von ca. 2000 Euro angesetzt werden. Nach oben gibts da natürlich fast keine Grenze. Ganz fleißige Piloten sind bis zu 100 Flugstunden im Jahr unterwegs....