Nach anfänglich großem Interesse an dem 2. Schulausflug dieses Jahres unter dem Motto "Der Donau entlang" blieben bei der Vorbesprechung am Montag den 7.09.09 letztendlich nur 2 Crews (Lehrer: Helmut Maier und Wolfgang Weitzer und Schüler Lukas Gschnitzer und Michael Haidsengst) mit 2 Katanas übrig, die den Ausflug in Angriff nehmen wollten.
Wie beim ersten Ausflug auch spielte das Wetter Schicksal und wir konnten unser Vorhaben nicht wie geplant umsetzen, sondern mußten auf Plan B (Italien) umschwenken.
Starttag war auf allgemeinen Wunsch nicht Donnerstag nachmittag sondern Freitag früh, der jedoch bei uns trübe und regnerisch war. Erst gegen 14h kam von Schüler Lukas Gschnitzer vom Brenner die erlösende Meldung, dass jetzt offen sei und wir es wagen können, denn im Süden war es schön. Da es schon später Nachmittag war entschieden wir uns direkt bis Elba, Marina di campo durchzufliegen. Route über Brenner (1000 ft ceiling), Jaufenpaß, Meran, Gardsasee, quer durch die Poebene nach Reggio Emilia, über den Appenin, zwischen Pisa und Florenz hindurch an die toskanische Küste und von Piombino direkt nach Elba. Das alles bei traumhaftem Wetter in 6500ft, als Formation mit Squak und unter Kontrolle der ital. Flugsicherung. Nach 2h30 Flugzeit Landung in Elba um 18h LT, 15kts Nordwind, bei 25 Grad. Wolfi Weitzer als alter Elbaspezialist wußte ein Hotel direkt am Strand in Marina di Campo, Zimmer telefonisch reserviert und mit dem Taxi dorthin. Dann sofort ins warme Wasser des Mittelmeeres zum entspannenden Abendschwimmen. Dann gemütliches Abendessen im Strandrestaurant bis um 23 h im kurzen T-shirt.
Samstag 12.09.09: Frühstück und Flugplanung mit Briefing des Routings Richtung Rom und Anfluges nach Roma Urbe im Hotel, um 10h20 Abflug. Flug in 1000ft GND entlang der Küste durch die Grosseto Kontrollzone bis Tarquinia, dann nördlich der Roma Controlzone (Luftraum A) nach Osten bis zu den nördlichen Einflugpunkten nach Rom. Tolle Eindrücke vom Hügelland nördlich von Rom. Dann stieg die Spannung da der Anflug auf die ewige Stadt immer näher kam. VFRpunkte konnten dank GPS genau angeflogen werden und Roma information gibt uns gleich weiter an Urbe TWR und die genehmigen gleich einen Direktanflug auf RWY 16. Wir folgen dem Tiber in die Stadt, In der Ferne die Kulisse der Stadt, der Petersdom gar nicht weit weg. Völlig unkompliziert bis hierher, jedoch hatte leider die DEOEI nachder Landung einen Platten am Bugrad.
Wir verbrachten den ganzen Samstagnachmittag damit einen Wechsel des Reifens zu organisieren. Nach vielen Telefonaten, Hoffen und Bangen und lernten die Hilfsbereitschaft von Diamond Italien und dessen Mechaniker zu schätzen. Der Mechaniker kam trotz einer Stunde Anfahrtszeit und erledigte den Wechsel sodass wir für nächsten Tag Gott sei dank wieder flügge waren. Noch auftanken und Maschinen waschen, dann brachte uns der Chef von Diamond Rom auch noch ins Hotel. Bei starkem Regen und Gewitter mit dem Taxi in die Stadt, Abendessen in der Innenstadt, Piazza Navona, Trevi Brunnen und die spanische Treppe waren Pflichtprogramm für unsere Rom Neulinge Lukas und Michael. Gegen Mitternacht wieder im Hotel wurde ein früher Aufbruch ausgemacht.
Sonntag 13.09.09: Schon um 8h 15 waren wir am Platz, um 9h Start in Richtung Norden mit der Info dass am Brenner und in Innsbruck alles dicht sein könnte. Der Autostrada entlang über Orte, Orvieto zum Lago di Trasimeno und dann bei Arrezo auf einen Privatplatz als ersten Stopp für einen Cappuccino. Dann durch die Firnez Kontrollzone in den Appenin nach Pavullo ein Bergplatz in 2400 ft mit 900 m Piste und einem anspruchsvollen Anflug. Nächste Etappe hinaus in die Poebene über Maranello (Heimat von Ferrari) und Modena nach Carpi. Dort Mogas getankt und weiter nach Padova, ein Platz direkt am Stadtrand mit Verkehrsanbindung direkt in die Stadt. Leider konnten wir das nicht nützen da die Wettervorhersagen für Innsbruck eher dramatisch waren. Flugplan machen und Satbilder ansehen, Altenateplanung für Bozen machen und weiter. Flug über Trient und Bozen durch das Sarntal über das Penserjoch nach Sterzing wo die Wolken immer tiefer und der Regen immer mehr wurde. Sichtrückgang auf ca. 3- 5Km und Regen am Brenner in 7000ft liessen die Hoffnung immer mehr schwinden doch noch nach Hause zu kommen. Dauernd schon Umkehroptionen im Auge plötzlich Sicht auf Nösslach und in ca. 500ft GND entlang der Autobahn bis Matrei, dann gute Sicht bei Regen und wir haben es doch noch geschafft.
Landung in LOWi um 16h45 nach insgesamt ca. 9 Flugstunden, viel Planung, Funken, Navigation Organisation und um viele tolle Eindrücke und Erfahrungen reicher.
Helmut Maier
